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  • Stephan S.

Herausforderungen in der Reisebranche

Mit dem Besuch beim Familienunternehmen Reisebüro Stiefvater, besichtigten die CDU-Landtagskandidaten Christof Nitz und Anja Herzog eine der wohl am stärksten von der Corona Krise betroffenen Branchen.

Vorerst keinen Grund die Hände in den Schoß zu legen, sehen die Geschwister Anna-Lena und Aron Stiefvater, die beide in der operativen Geschäftsleitung des seit 1972 bestehenden Reisebüros mit den Standorten Weil am Rhein, Lörrach, Rheinfelden und Freiburg i. Br. tätig sind. Im Gegenteil: während der Krise arbeiteten sie an einer Initiative, die die Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und Reisebüros neu definieren sollte und erhielten schließlich für ihr außerordentliches Engagement erst kürzlich den Special Communication Award des Travel Industry Clubs verliehen.

Einfach ist es für das Familienunternehmen, in zweiter Generation, mit den über 70 Angestellten aber natürlich trotzdem nicht, denn die Überbrückungshilfen reichten für ein Unternehmen ihrer Größe schlichtweg nicht aus. Ebenfalls führen die immer wiederkehrenden

Reisewarnungen dazu, dass seit Monaten kein Neugeschäft generiert werden kann, die Kunden nicht verreisen und das Reisebüro somit weder mit Altbuchungen, noch mit Neubuchungen, einen Umsatz erwirtschaften kann. Im Gegenteil, bereits verdiente Provisionen müssen zurückbezahlt werden.

Somit hätten die immensen Ausfälle an Provisionen und Kosten durch Überbrückungshilfe nur zu 20% ausgeglichen werden können.

Als größter touristischer Ausbildungsbetrieb in der Region hat das Reisebüro Stiefvater einen großen Wert für unsere Region und arbeitet außerdem immer wieder an neuen Konzepten und Ideen.

Eine davon ist die Kombination des Reisebüros mit einem selbst betriebenen Café, das Kaffee & Kreuzfahrt in Weil am Rhein. Dieses Shop-in-Shop-Konzept wurde im Januar 2020 als schönstes Reisebüro Deutschlands ausgezeichnet.

Hier gibt es die Möglichkeit, sich ungezwungen mit den Kunden auszutauschen und den Kundenkontakt bei hausgemachten Kuchen & Torten, einem Frühstücksangebot und tollen Kaffeespezialitäten zu intensivieren.

Die Kandidaten bedanken sich bei dem Familienunternehmen für diesen offenen Einblick in das Geschehen.

„Man sehe die Probleme, aber vor allem auch das riesige Engagement, dass es kostet einen solchen Betrieb in diesen schweren Zeiten am Laufen zu halten, nun aus einer ganz anderen, näheren Perspektive“ sagte Ersatzkandidatin Anja Herzog  nach dem Besuch. Christof Nitz versprach seinerseits, sich bei den CDU-Spitzen für eine angemessenere staatliche Unterstützung von Unternehmen, in der Größe des Reisebüros zu einzusetzen. „Es könne nämlich nicht sein, dass alle Reisebüros den gleichen Betrag bekommen würden.

Es ist doch völlig klar, dass ein Unternehmen von dieser Größe, ganz andere Bedürfnisse habe“ so der Landtagskandidat.

Damit wird vor allem die Tatsache aufgegriffen, dass zahlreiche Reisebüros mit einem kleinen Bruchteil der Mitarbeiter bzw.

wesentlich weniger Umsätzen, die identische Überbrückungshilfe erhalten haben.



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